Archive for September, 2006

On a side note

Saturday, September 30th, 2006

“Wherever business goes, human rights were there first.”
(Amnesty International)

Puffer fish
Freunde,

bevor die ganzen Spendenaufrufe kommen, die einem die Weihnachtsstimmung grießlich machen, komme ich doch einfach mal allen zuvor und segne Euch mit einer erlesenen Auswahl an Informationen. Nein, ich möchte keine Spende. Ich schick das einfach mal so. Zur Einstimmung.

Die Welt in Zahlen
1.5 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich aufgrund unzureichender Wasserversorgung (UNICEF);
Jeden Tag sterben vier Frauen an den Folgen häuslicher Gewalt in den USA;
Mehr als 700 Frauen werden jeden Tag in den USA vergewaltigt oder sexuell missbraucht;
Zwischen Juli und September 2005 wurden ca. 100.000 Kolumbianer von ihren Häusern vertrieben, alleine in einer Woche im September 2006 vertrieben Armeeangehörige 1.300 Bauern von ihrem Land, um Platz für Multinationale zu machen. Vertrieben bedeutet in diesem Fall: morden, Häuser verbrennen, bedrohen, schlagen, rauben;

Firmenprofile
Coca Cola: verantwortlich für die Morde an mindestens acht Gewerkschaftsmitgliedern und der Ehefrau eines Aktivisten in Kolumbien. Obwohl eine unabhängige schweizer Delegation die Vorwürfe bestätigte, bestreitet Coca Cola bis heute die Taten. In Chiapas, Mexiko und Rajasthan, Indien ist Coca Cola verantwortlich für eine Verschärfung der Wasserknappheit, während die
Pestizidlevel ihrer Produkte in diesen Ländern weit über dem akzeptablen Wert liegen.

Nestlé: ließ eine aggressive Kampagne gegen Stillen laufen, um ihre Produkte besser vermarkten zu können. Besonders in ärmeren Ländern sind Kleinkinder extrem anfällig für Krankheiten, wenn sie nicht lange genug brustgestillt werden. Eine Untersuchtung von BBC im Jahre 2001 offenbarte, daß Nestlé an der Elfenbeinküste Kakauplantagen unterhält, an denen Kinder Sklavenarbeit verrichten. Die Kinder werden armen Eltern in Togo, Mali und Burkina Fase abgekauft und an die Plantagen weiterverkauft, wo die 12-14jährigen 80 bis 100 Stunden pro Woche Schwerstarbeit leisten müssen. In Kolumbien fährt Nestlé eine ähnlich gewerkschaftsfeindliche Politik wie Coca Cola. In Brasilien pumpte die Firma illegal Grundwasserreservate ab.

Chiquita: gab bereits 2003 zu, kolumbianische Paramilitärs für “Sicherheitsdienste” bezahlt zu haben. Die AUC - Kolumbiens größte Organisation von Paramilitärs - ist für unzählige Massaker, Folter und Fälle von Verschwindenlassen verantwortlich und aktiv am Drogenhandel beteiligt.

Gilette: benutzt bis heute PVC in ihren Verpackungen und gilt in den USA als eine der Firmen, die am meisten gegen den Clean Air Act zum Schutz vor Luftverschmutzung verstößt.

Kleenex (Kimberly-Clark): holzt mit Vorliebe primäre Regenwälder ab, vor allem in Kanada. Im Gegensatz zum Industriedurchschnitt von 60% recycletem Papier, benutzt Kleenex lediglich 19%. Der Rest ist Regenwald. Außerdem war die Firma 2002 hauptverantwortlich für immense Umweltverschmutzung durch Merkurabsonderungen im Bundesstaat Washington.

Wal Mart: abgesehen von miserablen Arbeitsbedingungen für ihre eigenen Angestellten, Wal Mart läßt seine Produkte in China, Afrika und Lateinamerika von Lieferanten herstellen, die gegen so ziemlich alle ethischen und Menschenrechtsbestimmungen verstoßen. U.a. sind sie verantwortlich für
- Menschenhandel und Sklaverei
- Arbeiter müssen 15 bis 19 Stundenschichten arbeiten
- sexuelle Ausbeutung der Arbeiterinnen
- ungenügende, unsichere und unhygienische Arbeitsbedingungen
- Ausbeutung: ein Arbeiter/eine Arbeiterin für United Garments beispielsweise bekommt 10 Cent für ein T-Shirt
- Gewalt: Arbeiter erleiden physische Gewalt, wenn die Produktionsvorgaben nicht erfüllt werden.

McDonald’s und KFC: fressen sich durch den Amazonas. Gehören zu den Firmen, die maßgeblich an der Entwaldung des brasilianischen Amazonas beteiligt sind. Lassen außerdem ihre Spielzeuge in China und Vietnam unter menschenunwürdigen Bedingungen herstellen (ähnliche Bedingungen wie Wal Mart).

Apple: sieht sauber aus, ist es aber nicht. Apple Computer enthalten polyvinylchlorid Plastik und anderer Giftstoffe. Ausgediente Apples landen in Indien und China, wo Kinder sie auseinandernehmen und so den Giften direkt und ohne Schutz ausgesetzt sind.


Quellen:

http://www.righttowater.org.uk
http://www.700women.org
http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/5387512.stm
http://www.reliefweb.int/rw/rwb.nsf/db900SID/VBOL-6HJBKC?OpenDocument
http://www.coopamerica.org/
http://www.corporatewatch.org.uk/
http://www.corpwatch.org
http://www.indiaresource.org/index.html
http://www.killercoke.org/
http://www.greenpeace.org/apple/

P.S. Ready for the revolution??

Wonders

the Puffer fish

C2NN: Submit it! C2NN: Submit it!